Was genau an diesem sehr kurzen Stück das Scherzhafte sein soll, was weiß denn ich? Vielleicht hat es für ein Scherzo nicht ganz gereicht, oder die Zielgruppe sind schüler, die kein Italienisch können. Oder es sind harmonische Irreführungen. Das Stück steht in C-dur, löst zweimal nach G-dur auf, und zum Schluss tut es so, als ob es nach F-dur auflösen will, löst aber doch ohne Umschweife nach C-dur auf. Interpretationen und ich, wir werden wohl nie gute Freunde. Zum gLück muss ich keine Schularbeiten mehr schreiben.
Im bass wird ausschließlich Melodiebass gespielt und keine Akkorde. Außerdem wird nicht unisono gespielt (rechts und links das Gleiche), sondern zweistimmig, wobei die linke Hand schlichter ist als die rechte. Es gibt auch eine Stelle, an der die linke Hand zeitversetzt die rechte imitiert. Möglicherweise ist das die Vorvorvorbereitung auf Bachs zweistimmige Inventionen. Schließlich sind wir mit diesen Übungen sozusagen in der Vorbereitung auf den Weg zu Jugend Musiziert. Wie auch immer, jedenfalls ist die linke Hand gefordert:
- Um Läufe oder Motive zu spielen, muss man sich an die Anordnung der Töne im Bass gewöhnen. Ich spiele nach der „klassischen“ Anordnung, Stradella-Bass. Im Zusammenhang mit Melodiebass findet man auch die Bezeichnung M-II.
- Die linke Hand spielt keinen Standardrhythmus, sondern eine eigene Stimme. Beide Hände müssen sich also unabhängig voneinander bewegen können wie beim Klavierspielen.
- Die linke Hand muss ein bisschen zwischen G-dur und C-dur hin- und herrutschen. Das liegt direkt nebeneinander, aber flexibel bleiben muss man trotzdem, was die Fingersätze betrifft.
- Artikulation gibt es auch, hier und da wird links Legato gespielt.